Wanderreiten und mehr

Naja...die Burg ist nunmal oben !

Heute vor einem halben Jahr (Wahnsinn wie schnell die Zeit verfliegt!) wurden Tina und Jackson offiziell Partner !
Zum Jubiläum hatte Tina sich einen Ritt zur Burg Nideggen gewünscht.

Nideggen ist vom Stall aus nicht sehr weit.
Allerdings liegt die Burg direkt am Abhang, wie sich das für so Burgen ja nun mal gehört.
So gibt es nur die Möglichkeit mitten durch Nideggen dorthin zu gelangen, oder aber durch den Wald erst bergab und dann wieder ganz schön steil bergauf zu gehen.

Wir hatten uns überlegt, daß wir den Waldweg wenigstens mal ausprobieren wollten. Umdrehen könnten wir ja immer.
Soweit der Plan.
Das Wetter war heute leider nicht so schön, wie in den vergangenen Tagen.
Dunkle Wolken zogen über den Himmel und ein ordentlicher Wind fegte über die Felder.
Auch ein paar Regentropfen fielen ab und an.

Magic war morgens beim Putzen irgendwie recht nervös. Es klapperte wegen des Windes überall, aber davon läßt er sich normalerweise nicht beeindrucken.
Keine Ahnung was ihn heute so schreckte.

Ich hatte im Vorfeld überlegt, ob ich Ludwig überhaupt mitnehmen sollte. Denn so mitten in der Zivilisation fühlt er sich ja doch immer noch ziemlich unsicher und wird schnell ängstlich.
Außerdem hört man in Nideggen immer wieder das Hupen der Rurtalbahn, das ihn seit unserer direkten Begegnung (Rund um Nideggen) im letzten Jahr immer sehr beunruhigt.
Doch letztlich entschied ich mich, daß er uns doch begleiten sollte. Wir würden die Aufgaben schon meistern.

Das erste Stück lief ich heute zu Fuß. So konnte Magic erst mal warm werden, bevor ich mich in den Sattel schwang.

beim Start


die Landschaft ist nun schon deutlich grüner


Nach etwa anderthalb Kilometern stieg ich dann von einer Bank aus auf.
Der Wind rüttelte an uns und wir beschlossen doch die Regenjacken anzuziehen, denn die würden auch den Wind abhalten.
Kalt war es ja nicht, so daß wir immerhin nicht frieren mußten.

ein erster Blick auf Nideggen


Tina und Jackson


Der erste Teil des Weges war uns schon bekannt. Dieses Stück war gut zu reiten.
Nahe Nideggen ging es dann bergab in den Wald hinein, Hier stieg ich wieder ab, um den Abstieg zu Fuß zu bewältigen.
Kurz nachdem wir die ersten Bäume passiert hatten, vermissten wir Spikey.
Auch auf Rufen tauchte er nicht auf.
Tina drehte um, um ihn zu suchen.
Ich blieb mit Magic stehen, während Tina Jackson angaloppierte und gemeinsam mit Ludwig auf die Suche nach Spikey ging.
Er hatte eine Freundin gefunden. Ein Spaziergänger mit Hund war ihm begegnet und er war einfach bei den Beiden geblieben.
Tina sammelte ihn ein und dann kamen alle zu uns zurück.

Unten im Tal schließlich stieg ich wieder auf, denn beim Aufstieg würde ich Magic nur behindern, wenn ich zu Fuß gehen würde.
Wir ließen eine Horde Fahrradfahrer passieren, bevor wir wieder richtig in den Wald einbogen und es langsam immer steiler wurde.

ab jetzt bergauf


Als zwei große Buntsandsteinfelsen ins Blickfeld kamen, rief Tina:
"Ach wir sind am Teufels

klau

tritt.
Dann kommen gleich Treppen!"
Mist! Dachte ich. Warum sind diese blöden Treppen nie auf den Karten verzeichnet ?

Teufelstritt


rechts vom Felsen sieht man die ersten Treppenstufen


Wir beratschlagten kurz unser weiteres Vorgehen. Tina meinte, daß die Treppen eigentlich alle von den Pferde zu bewerkstelligen sein bzw. daß wir sie teilweise umgehen könnten. Letztlich entschieden wir, es zu versuchen und ich sagte:" Naja...die Burg ist nunmal oben !

Dann wurde der Ritt zum echten Abenteuer.
Die ersten Stufen konnten wir durch einen Schlenker umgehen.
Doch später waren immer wieder Stufen aus großen Steinen in den Weg an den Kehren eingebaut, damit dort die Bodenerosion vermieden werden kann.
Dazu kommt aber, daß der Weg ziemlich schmal ist und es links richtig steil richtig tief runter geht.
Dort ist zwar ein Geländer angebracht, daß Fußgängern Sicherheit gibt, aber auf dem Pferderücken ist man dafür viel zu hoch.

Ich versuchte nicht zuviel nachzudenken und ließ Magic selbst über die Art und Weise wie er laufen wollte entscheiden.
Das klappte auch gut, allerdings muß man da schon Vertrauen in sein Pferd haben, denn Magic zögert und überlegt dabei nicht für eine Sekunde. Er läuft. Komme was wolle !
Jackson ist da schon ein bißchen vorsichtiger. Doch auch er schaffte den Aufstieg.

Die Burg ist nun mal oben !


Der Weg geht nach rechts weiter. Genau in der Kehre sind dann immer die Stufen !


Ein Herz am Felsen!


Links das Geländer. Hier sieht man gut, wie schmal der Weg ist.


Ausblick auf den Camping-Platz in Brück


Bald darauf hatten wir es dann tatsächlich geschafft. Wir waren an der Burg angekommen.
Mir war allerdings schon klar, daß ich diesen Weg nicht wieder runter reiten würde. Da mußten wir uns was anderes überlegen.
Während des Aufstiegs war keine Zeit für Angst oder Unsicherheit gewesen. Da mußten wir uns konzentrieren.
Doch als ich dann an der Burg vom Pferd stieg, merkte ich, daß meine Knie sich ein wenig wie Pudding anfühlten.
Insgesamt überwiegte aber die Freude und der Stolz darüber, daß wir es geschafft hatten. Das sind schon wirklich klasse Pferdchen die Beiden !

Wir marschierten mit einer größeren schick gekleideten Gesellschaft in den Burghof hinein.
Dort atmeten wir erstmal tief durch, während die Pferde gleich in den Pausen-Schlaf-Modus wechselten.

Tina hütete die Tiere und ich holte uns im Burg-Restaurant ne Cola. Die hatten wir uns verdient !
Da das Wetter nicht soooo gut war und zudem auch noch Samstagmittag, war es nicht allzu voll auf der Burg.
Dennoch waren die Pferde natürlich die Attraktion.
Es ist immer wieder faszinierend, wie die Augen kleiner Mädchen sofort zu leuchten beginnen, wenn sie Pferde sehen.
Magic, Jackson, Ludwig und Spikey bekamen alle reichlich Streicheleinheiten.

Jackson...


...und Magic dösen


.


.


Magic und ich


Tina und alle Tiere


.


.


Ludwig war etwas gestresst und fiepte ab und an. Das ist für ihn ja doch recht untypisch. Spikey sah ihn auch ganz verwundert an.


Nach einer Dreiviertelstunde zogen wir um. Vom Burghof auf ein Stückchen Wiese, das vor der Burg liegt.
Dort ließen wir die Pferde noch eine Weile grasen.
Das gefiel Ihnen gut und die Hunde konnten sich auch wieder etwas entspannen.

grasen im Schatten der Burg


Ludwig


meine beiden Besten


Nach einer Pause von insgesamt mehr als einer Stunde - das hatten sich die Jungs nach diesem Aufstieg auch wirklich verdient - liefen wir wieder los.
Zunächst wieder zu Fuß, denn wir hatten uns entschieden nun den Weg durch Nideggen zu nehmen.
Unterwegs hatte Tina noch eine sehr gute Idee. In der Fußgängerzone holten wir uns ein Eis. Nur weil das Wetter nicht so frühlingshaft war heute, wollten wir uns unseren Frühlingsritt nicht vermiesen lassen.
Auf einer Bank nahe des Zülpicher Tores ließen wir uns das Eis schmecken, bevor wir dann wieder aufstiegen und den Heimweg antraten.

Nach dem Eis wieder in den Sattel.


Ludwig bei Fuß


Ein ganzen Stück an der Strasse entlang.


Der Rest des Heimwegs war dann wieder der bekannte Weg und verlief gewohnt unspektakulär.
Es war ein Tag, der mir noch länger im Gedächtnis bleiben wird. Das ist kein Ritt, den man alle Tage macht !
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3 Kommentare

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  • Tina  
    TEUFELSTRITT, MENSCH .. hast du meiner Geschichtsstunde nicht zugehört, oder was
  • Sigi Blümel  
    Danke fürs mitnehmen auf diesen tollen und abenteuerlichen Ritt!! :-)

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