Frühlingsgefühle mit Schrecken

Ahhhhh..... man ist doch gleich ein anderer Mensch, wenn man die ersten leicht wärmenden Sonnenstrahlen des neuen Jahres genießen kann.
In den Ästen hüpfen und zwitschern die ersten Vögel. Und wenn man die lange Unterhose und eine zusätzliche Jacke weglassen kann, ist mach auch viel beweglicher und fühlt sich leichter.

in der Sonne


Klar also, daß wir uns die Pferde schnappten und ins Gelände aufbrachen.
Auf dem ersten schönen Grasweg ließen wir die Ponies traben. Es tat uns allen gut.
Oben an den Pappeln sahen wir dann ein Pferd entlang kommen. Wir konnten erkennen, daß es ein Hafi war.
Zuerst vermuteten wir, es könnten Anja und Nico sein, doch als wir näher kamen erkannten wir Pferd und Reiter: Es waren Kerstin und Nordi. Kerstin hatte uns früher schon einmal mit ihrem "Rentner" Rumi (Ein besonderer Gast) begleitet.
Wir ritten ein gutes Stück zusammen, da sie auf dem Heimweg war und wir sowieso in diese Richtung wollten.

Kerstin und Nordi


Nörvenich liegt in einer kleinen Senke durch die auch der Neffelbach fließt. Als wir dort in die Nähe kamen, kroch uns der Nebel entgegen. War ein interessantes Schauspiel.

kriechender Nebel


Kurz hinter der Straße verabschiedeten wir uns von Kerstin und Nordi und bogen nach links ab.
Der Weg wurde zum Grasweg und wir begannen zu traben.
Die Pferdchen waren lauffreudig und so ließen wir sie in den Galopp wechseln.
Doch dann begann Joey plötzlich heftig mit dem Kopf zu schütteln. Dabei stolperte er und ich mahnte ihn sich zu konzentrieren.
Er schüttelte noch mal den Kopf. Dann parierten wir durch und ich sah, daß sein rechtes Ohr komisch nach hinten geknickt war. Schnell war ich aus dem Sattel gesprungen und schaute mir das an.
Er war nicht schmerzempfindlich und auch sonst völlig normal. Schütteln tat er sich auch nicht mehr. Doch das Ohr blieb hinten und er bewegte es nicht.
Mein erster Gedanke war, daß es vielleicht ein Nerv sein könnte oder ne Lähmung oder so. Doch dann hätte doch noch irgendwas zu bemerken sein müssen.
Wir beschlossen auf kürzestem Weg nach hause zu gehen. Ich führte Joey, denn ich wollte nix riskieren.
Der kürzeste Weg führte uns mitten durch die Siedlung Lindenkreuz. Und zum ersten Mal hab ich Joey durch die Bauernhofsiedlung geführt.
Inzwischen bewegte er sein Ohr wieder ganz normal und lief mit gespitzten Ohren neben mir her.
Dennoch gingen wir nach hause und ich rief, als wir am Stall waren, zur Sicherheit mal beim Tierarzt an. Ich schilderte ihm alles und er meinte ich solle es mal beobachten. Vermutlich sei ein Fremdkörper (ein Stückchen Erde oder so) ins Ohr gekommen und wenn es nicht wieder auftritt wäre es gut.
Sollte es wieder kommen, soll ich mich melden, dann muß man mal ins Ohr schauen, sagte er.
Also warten wir ab, was passiert.
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